- Persönlich

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Solus Christus – Nur ein Retter!

„Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen,
nämlich der Mensch Jesus Christus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung.“       

(Paulus in 1. Timotheus 2,5-6)

 

 

Wer ist Jesus Christus? Eine Frage, auf die verschiedene Menschen verschiedene Antworten geben. Ein guter Mann, ein moralisches Vorbild, ein Prophet, keine Ahnung… solche Antworten kann man mitunter hören. Wenn man Christen fragt, lauten die Antworten: Sohn Gottes, Messias, Gott, Erlöser.    

Vor ca. 2000 Jahren, nachdem die erste Christengemeinde entstanden war, zogen die Nachfolger von Jesus Christus aus, um überall die Frohe Botschaft von Jesus Christus zu verkündigen. Ihr Bekenntnis war  kurz: Jesus Christus ist Herr!
Diese Urchristen hatten sich ein besonderes Erkennungszeichen aus-gedacht: einen Fisch, altgriechisch: Ichthys.

Zur Zeit der harten Verfolgungen im römischen Reich zeichnete ein Christ einen Bogen in den Sand, wenn sein Gegenüber auch ein Christ war, konnte er das Symbol mit einem Gegenbogen vervollständigen – zwei Christen hatten sich gefunden.
Die Buchstaben aus dem Wort „Ichthys“ sind die Abkürzung für ein altes Glaubensbekenntnis: Iesous Christos, Theou hYios, Soter- zu Deutsch: Jesus Christus, Gottes Sohn, Erlöser/Retter. Der Name Jesus bedeutet „Gott rettet“, Christus bedeutet „der Gesalbte“ (hebräisch: Messias), ein Titel für Könige. „Gottes Sohn“ verweist auf Jesus als Glied des dreieinigen Gottes und auf Gott, den liebenden Vater. Als Erlöser/Retter hat Jesus den Himmel verlassen, kam auf die Erde und ging ans Kreuz, um uns von unseren Sünden zu erlösen.

Die ersten Christen wollten mit dem Fischsymbol ausdrücken: Wir glauben, dass alleine Jesus Christus als Sohn Gottes uns erretten kann. Was für eine Provokation angesichts der vielfältigen Götterwelt der Griechen und Römer. Diese hatten für jede Gelegenheit und jedes Problem ihre eigenen Götter. Sogar der jeweils amtierende Kaiser wurde als Gott verehrt. Es herrschte ein gewaltiger Opferkult, um die ganzen Gottheiten gnädig zu stimmen.

Und in dieser Situation bezeugten die Christen: Jesus Christus ist Herr! Nicht selten wurden sie dafür ins Gefängnis geworfen, gefoltert und grausam hingerichtet.

Wie die ersten Christen verschiedenen Göttern gegenüberstanden, mit denen die Menschen ihr Seelenheil zu finden versuchten, so stand auch Martin Luther einem ausgeprägten Heiligen- und Marienkult entgegen.
Im Mittelalter erreichte die Heiligen-verehrung in der römisch-kathol-ischen Kirche ihren Höhepunkt. Heilige wurden zu Helfern in den verschiedensten Notlagen, durch Heiligsprechungen wurden einzelne Menschen herausgehoben. Die Folgen waren bald sichtbar:   

Die Heiligen – und nicht mehr Gott – waren in der Volksfrömmigkeit für das Wohlergehen und die Rettung der Menschen zuständig. Das Gottes- und Christusbild verdunkelte sich immer mehr, man sah Gott fast nur noch als strengen, zornigen Richter, dem man sich nicht mehr zu nahen wagte. Deswegen bedurfte man der Heiligen als Mittler.


Dieser Heiligenverehrung stellt Luther sein „Solus Christus“ entgegen. Er entdeckte in der Bibel das Bild vom guten Hirten Jesus, der die Seinen kennt und sich um sie kümmert. Der gute Hirte findet die verlorenen Schafe und rettet sie. Jesus, der Gekreuzigte, wurde für Luther der einzige Mittler
zwischen Gott und den Menschen (?1. Tim 2,5). Durch Christus wurde Luther auch gewiss, dass Gott hinter der Maske des Erzürnten und des Richters ganz anders ist; dass uns bei Gott ein väterliches Herz erwartet, dessen grundlose Barmherzigkeit über-wältigend ist. Doch der einzige Weg zu Gott, dem Vater, führt über Jesus Christus: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich.“, sagt Jesus über sich selbst in Johannes 14,6.

Das „Solus Christus“ stellte Luther aber noch einer anderen Angelegenheit gegenüber: Dem Ablasshandel. Ablässe suggerieren dem Menschen, dass er sich seine Erlösung von den Sünden selbst erarbeiten könne. Entweder durch Geldzahlungen, Ge-bete, Wallfahrten oder andere Leistungen werde die Zeit im Fege-feuer verkürzt. Abgesehen davon, dass die Bibel kein Fegefeuer kennt, wird damit Jesu Tat am Kreuz als „un-genügend“ hingestellt. Aber als Jesus am Kreuz sagte: „Es ist vollbracht!“, meinte er, dass das Erlösungswerk komplett sei. Der Mensch muss nichts hinzufügen, er muss es nur für sich annehmen. Die Gnade Gottes können wir uns nicht verdienen, sondern nur von Jesus schenken lassen.    

Ich wünsche Ihnen, dass Sie das für sich erkennen können: Allein Jesus Christus, der Sohn Gottes ist unser Erlöser und Retter!

 

Viele Grüße,
Katharina Würden-Templin (Redaktion)


 

 
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